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Kunst im öffentlichen Raum Der Künstler mischt sich in die Gestaltung des öffentlichen Raumes ein, sucht sich selbst Ort und Inhalt für seine Interventionen. Eine Idealvorstellung.
Politisch wird "Kunst im öffentlichen Raum" in Hamburg immer noch als "Investition" geführt, das heißt, ein fester Betrag von jährlich 250.000 € steht der Kunst zur Verfügung. Eine Umschichtung der Mittel kann nur per Erlaß der Bürgerschaft erfolgen.
Hamburg war in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts bekannt für seine Initiativen auf diesem Gebiet. Seither hat das Engagement der öffentlichen Hand kontinuierlich nachgelassen. An ihre Stelle treten Stiftungen, die nur innerhalb eines festgelegten Rasters fördern. Experimente und künstlerische Forschung, interdisziplinäre Projekte und Unternehmungen, die nicht in die Eventkultur der Stadt passen, werden seither größtenteils nicht mehr gefördert. Die "Off"-Szene der Metropolen wird politisch gerne als Pool für eine zukunftsträchtige Entwicklung genannt.
Auch Hamburg kennt dieses Lob von höchsten Stellen - jedoch ohne inhaltliche und finanzielle Konsequenzen für die Kunstschaffenden. Die Fördertöpfe der Kulturbehörde werden kontinuierlich umgeschichtet und verkleinert.
Der Gedanke, daß Kunst "nur" förderungswürdig sei, entbehrt bei genauer Betrachtung aller Grundlage: Kunst ist eine Investition in die Zukunft, denn Kunst ist ein Teil des Bildungsauftrags der öffentlichen Hand. Da ist mehr gefragt, als eine Diskussion um "Förderung".
Bleiben die Künstler. Deren Aufgabe ist es, die Gestaltung der Umwelt auch außerhalb der geschlossenen Atelier- und Ausstellungsräume zu entwickeln und dafür ein großes Publikum zu interessieren. |