Fotografie lebt immer noch von der Spannung zwischen ihrer Tradition als dokumentarisch abbildendes Medium und ihrem in die digitale Bearbeitung erweiterten Inszenierungspotential.
Durch die digitale Perfektion werden Welten möglich "als ob", die bisweilen als Option auf die Darstellung von Zukunft vorgeführt werden. Modelle werden ausschnitthaft sichtbar gemacht.
Fotografische Arbeit ist für mich in erster Linie ein Mittel, die Arbeit während des Prozesses der Ideenfindung zu dokumentieren und bisweilen zu "Modellen" aufzublasen, um deren Wirkung innerhalb der Bilderflut besser einschätzen oder testen zu können.
Jede folgend gezeigte Fotografie ist also als "Schnappschuß" und "Ausschnitt" aus einem Arbeitsprozess zu werten, mag sie noch so "perfekt" erscheinen - ein "Skizzenbuch".